Der wahre Kulturgipfel am 27. Januar 2011 in der Fabrik

Auf dem Podium
v.l.n.r. Aram Ockert (Bürgerinintiative Altonaer Museum bleibt!), Brigitta Martens (CDU), Olaf Scholz (SPD), Moderator Christoph Twickel, Christa Goetsch (GAL), Norbert Hackbusch (Die Linke)

Der „Wahre Kulturgipfel“ war ein großer Erfolg für die endgültige Rettung des Altonaer Museums, für die Weiterarbeit der Stiftung Historischer Museen, für die Kulturszene Hamburg – und nicht zuletzt für unsere BI „Altonaer Museum bleibt!“.

Nach unserer Einschätzung der Einlassungen und Beteuerungen der Politiker auf dem Podium (nicht zuletzt, aber nicht nur des wohl zukünftigen Bürgermeisters) wird die nächsten Jahrzehnte kein Senat mehr die Schließung des Altonaer Museums verkünden können.

Nach menschlichem Ermessen (aber Vorsicht: manchmal geht es in der Politik auch „unmenschlich“ zu) ist die Einsparauflage des Grün-Schwarzen Senats von 3,4 Millionen Euro bei der Konzeptentwicklung für die Stiftung Historische Museen vom Tisch.

„Die“ Kultur Hamburgs hat auf dem „Wahren Kulturgipfel“ repräsentativ, unisono und mit deutlichen Worten „der“ Politik die Leviten gelesen und ihr in die zukünftige Agenda geschrieben, dass man mehr Kompetenz, mehr „Leidenschaft und Liebe“ und mehr finanzielle Grundsicherung in der zukünftigen Kulturpoliitk verlangt.
Allgemeiner Merksatz „Kreativität statt Kreativwirtschaft!“ (Kirsten Baumann)
Alle haben den Willen und die Bereitschaft betont, dass man den Grad der Solidarität und der Zusammenarbeit im Widerstand gegen Inkompetenz und Kürzungen der vergangenen Monate aufrecht erhalten und auch in Zukunft gemeinsam in die kommenden Auseinadersetzungen um Inhalt, Personal und Finanzen einbringen will.
Die BI „Altonaer Museum bleibt!“ wird diesen Zusammenhalt pflegen und mit organisieren.

Als Bürgerinititative haben wir für den „Wahren Kulturgipfel“ bedeutsame Repräsentanten der Kultur in Hamburg, Spitzenpolitiker und  über 600 leidenschaftliche, fachkundige und engagierte Besucher in der FABRIK zusammengebracht. Wir haben in den Medien ein großes und positives Echo gefunden. Wir sind menschlich und politisch noch mehr zusammen gewachsen.

Die weitere Arbeit wird nun bestimmt sein von der Mit-Arbeit an der konzeptionellen Arbeit für unser Altonaer Museum und von der Vorlage bei der zukünftigen Bürgerschaft von mittlerweile mehr als 17 000 (!!) Unterschriften für die Volksinitiative für den Bestand des Altonaer Museums und einer auskömmlichen Finanzierung der Stiftung Historischer Museen.
In den dann anstehenden Verhandlungen werden wir die Erfüllung der auf dem „Wahren Kulturgipfel“ gemachten Versprechungen und Zusagen für eine andere Museums-und Kulturpolitik einklagen und fixieren!

Medienreaktionen finden sich hier.


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“Am 27. Oktober hat in der norddeutschen Tiefebene der Hamburger Kulturgipfel
stattgefunden.
Dieser wurde vom Ersten Bürgermeister einberufen, nachdem die Mittelkürzungen
bei Schauspielhaus, Öffentlichen Bücherhallen und die Absicht, das Altonaer
Museum zu schließen, die Bürger auf die Barrikaden getrieben hatten.
Das Ergebnis war: aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Die Einrichtungen
sollten weiterhin erheblich sparen, aber nicht in diesem Umfang oder aber nicht
sofort in der ursprünglichen Höhe.
Nach der Beendigung der schwarz-grünen Koalition werden Ende Februar 2011
die politischen Karten neu gemischt. Was das für die Kultur in Hamburg bringen
wird? Wer vorher nicht fragt, kann hinterher böse Überraschungen erleben.
Deswegen fragen wir und haben hierfür die Spitzenkandidaten der in der Bürgerschaft
vertretenen Parteien in die FABRIK eingeladen. Ebenfalls eingeladen sind
die VertreterInnen Kulturschaffender und VertreterInnen von Kultur-Institutionen.
Bevor die Podiumsdiskussion mit den Vertretern der Parteien und einem Mitglied
der Bürgerinitiative „Altonaer Museum bleibt!“ beginnt, werden die Vertreter der
Initiativen und Einrichtungen über sich und ihre Arbeit sowie ihre Forderungen an
die Politik berichten.
Aufgelockert wird alles durch den musikalisch-kulturellen Beitrag der Liedermacherin
Jana Nitsch, vorweg ab 18:30 Uhr und danach mit ihrem „Teufels“-Geiger
Marcus Berthold.”

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