Retten CDU und GAL das Altonaer Museum?

Mittwoch, 27.10.2010
Der Antrag, den CDU und GAL in die heutige Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaftssitzung einbringen, ist ein typischer Kompromiss zwischen Kulturpolitikern und ihren Fraktionsspitzen.
Im begründenden Text wird einerseits der Eindruck erzeugt, ein Konzept diene der Entwicklung der Stiftung Historische Museen unter Beibehaltung der vier Haupthäuser „„Die Bündelung von museumstypischen Querschnittsaufgaben zwischen den vier Häusern lässt dann eine Synergierendite erwarten“, andererseits heißt es im Text, der zur Abstimmung steht, dem eigentlichen Antrag:

„Der Senat wird ersucht, kurzfristig ein Konzept für den Standort des Altonaer Museums und seine Außenstellen, Jenisch Haus und Rieck Haus als Bestandteil eines Gesamtkonzeptes für die Weiterentwicklung der Stiftung Historische Museen vorzulegen“.

Das kann den Weiterbetrieb des Altonaer Museums am Standort Museumsstraße 23 bedeuten, muss es aber nicht. Letztendlich wird nur auf einen Mangel der bisherigen Planungen hingewiesen, nämlich kein kommunizierbares Konzept für den Standort zu haben. Das dies in ein Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Stiftung …integriert werden muss, ist sicherlich zu begrüßen aber letztendlich auch kein Garant dafür, dass das Altonaer Museum am jetzigen Standort verbleiben soll.

Es bleibt im Übrigen die Frage nach der Umsetzung des von den Koalitionären verabredeten Sparbeitrages völlig offen. Insofern wäre es mehr als fahrlässig zu glauben, die Kuh sei bereits vom Eis.

„Wir haben es hier mit einer Anpassung an die Realität zu tun“ sagt Aram Ockert und führt aus: „Es wird jetzt davon gesprochen, dass >die Schließung des Standortes Altonaer Museum vorgeschlagen< wurde. Damit wird einmal mehr eingeräumt, dass die verfügte Schließung eine Kompetenzanmaßung des Senats war, die ihm nicht zukam. Ferner haben die Politiker von CDU und GAL zur Kenntnis genommen, dass man mit Basta-Politik nicht weiter kommt. Ob sich auch substantiell etwas ändern soll, wird sich aber erst in der Zukunft entscheiden.“

Daher wird die Initiative Altonaer Museum bleibt den kaltgestellten Sekt noch im Kühlschrank lassen und am 1. November im Altonaer Theater um 19:00 Uhr die Volksinitiative starten, damit es auch wirklich heißt:

Altonaer Museum bleibt!

Pressesprecher: Aram Ockert Tel. 0163-90 29 302, 040-350 712 616
Mail: aram.ockert@gmx.de

ALTONAERMUSEUMBLEIBT@GMX.DE

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